Bereichsspezifische Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten von Grundschulkindern

  • Marcus Penthin Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Eva Susanne Fritzsche Technische Universität München
  • Stephan Kröner Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Abstract

Warum spielen manche Grundschulkinder ein Musikinstrument oder singen im Chor und andere nicht? Bisherige Studien zu musikalischen Aktivitäten sind größtenteils deskriptiv angelegt oder basieren auf eingeschränkten Operationalisierungen. Vor dem Hintergrund eines theoretischen Rahmenmodells haben wir Skalen zu den bereichsspezifischen Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten (intrinsischer Aspekt der Einstellung, injunktive und deskriptive subjektive Norm und musikalisches Selbstkonzept) entwickelt und pilotiert (N = 193 Viertklässler). Alle bereichsspezifischen Determinanten korrelierten statistisch signifikant mit dem Ausmaß außerschulischer musikalischer Aktivitäten. Im Strukturgleichungsmodell wiesen sowohl die deskriptive subjektive Norm bezogen auf die Eltern als auch der intrinsische Einstellungsaspekt, vor allem aber das musikalische Selbstkonzept einen eigenständigen Erklärungswert auf (68 % Varianzaufklärung). Das höhere Aktivitätsniveau der Mädchen wurde vollständig durch die bereichsspezifischen Determinanten vermittelt. Die Skalen können künftig genutzt werden, um Effekte von Maßnahmen für die Förderung musikalischer Aktivitäten bei Grundschulkindern zu evaluieren.
Veröffentlicht
14.12.2017
Zitationsvorschlag
Penthin, M., Fritzsche, E., & Kröner, S. (2017). Bereichsspezifische Determinanten außerschulischer musikalischer Aktivitäten von Grundschulkindern. Beiträge Empirischer Musikpädagogik, 8. Abgerufen von https://b-em.info/index.php/ojs/article/view/147
Rubrik
Einzelbeiträge